Suzhou 001 – Vom Tagestrip nach Suzhou

Nach nur gut einer halben Stunde erreichten wir Suzhou. Wie sich herausstellte, hatten Chantal und ich beide unsere Reiseführer vergessen, weshalb sich der Anfang etwas schwierig gestaltete. „Wo gehen wir hin? Was gucken wir an? Was gibt es überhaupt zu sehen?“ Nach kurzer Recherche über Tripadvisor fuhren wir mit dem Bus zum „Lingering Garden“.

Für 22,5 RMB Eintritt (Studentenrabatt) gab es eine schöne, mittlerweile in herbstliche Farben gehüllte Gartenanlage zu bestaunen. Nach dem wir unsere Fotos gemacht hatten, wurden wir mal wieder selbst zum Fotoobjekt und wenn hier einer anfängt, machen es bald alle. So sammelte sich eine kleine Traube Chinesen um uns, um ein Foto zu machen. Danach spazierten wir weiter durch den Garten, in dem es unter anderem eine tolle Bonsaisammlung zu bestaunen gab. Kurze Zeit später waren wir dann aber auch schon jeden Weg abgegangen und verließen die Anlage wieder um in Richtung Shantang Street zu gehen, wo uns das richtige chinesische Venedig erwarten sollte.

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Wie sich herausstellte war es das nicht, sondern viel mehr eine Einkaufsstraße, ähnlich der uns bekannten Altstadt rund um den Yuan Garden. Nach etwas Fußmarsch durch die Straße und das angrenzende Gebiet bekamen wir unseren totalen Kulturschock! Gehört hat man es ja als Vorurteil schon zu Hauf, aber als vor einem Restaurant mein Blick tatsächlich auf einen gehäuteten Hund neben, Hühnern und Kaninchen fiel, war dies etwas zu viel des Guten. Damit habe ich dann doch nicht gerechnet gehabt.

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Lange Rede kurzer Sinn, packte uns trotz des Gesehenen irgendwann der Hunger und wir gingen unseren Weg durch Suzhou zu einem Finnisch Iranischen Restaurant. Freundlichst wurden wir dort von Zekro und seiner Frau empfangen. Die Speisekarte enthielt auch einige Gerichte im „Zekro Style“. Meine Wahl fiel auf Kebab mit Beef, eine Cola, eine finnische Zimtschnecke zum Nachtisch und außerdem teilten wir uns noch etwas Tzatziki und Brot. Insgesamt für 110 RMB. Während des Essens wurde die Musik im Restaurant von Zekro mit Trommeln begleitet und verlieh dem urigen Lokal direkt am Fluss noch mehr Charme.

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Nach dem Essen waren wir scheinbar in dem Teil Suzhous angekommen, den wir uns erhofft hatten. Entlang eines kleinen Kanals sammelte sich ein kleiner Schnörkel-Laden neben dem anderen und die durch die Dämmerung einsetzende schummrige Beleuchtung tat ihr übriges zur gemütlichen Atmosphäre.

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In einem der Geschäfte fand ich ein Mitbringsel für die Souvenirsammlung. Essstäbchen mit Panda-Verzierung. Jetzt kann auch daheim in Deutschland der Stäbchenkult Einzug halten.

Am Ende der Straße stiegen wir in die nahegelegene Metro, um noch ein bisschen des nächtlichen Suzhous und seiner modernen Architektur zu sehen. Dafür ging es in Richtung EXPO.

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Dort war dann auch Endstation des Tagesausflugs. Mit der Metro ging es von dort dann zurück zum Bahnhof und in einer halben Stunde zurück nach Shanghai.

Fazit des Trips:

Für Suzhou, wie auch alle anderen Reisen gilt, man sollte sich vorher eine Reiseroute zurecht legen und nicht einfach planlos in den Tag starten, sonst wird es nur minder erfolgreich wie unser Ausflug. Die Stadt hat sicherlich ihre schönen Ecken, die aber wahrscheinlich vor uns versteckt blieben. Auch das nebelige Smogwetter tat sein Übriges. Der Tag was zwar dennoch schön, aber nicht ganz so wie ich es mir vom „Venedig Chinas“ erhofft hatte.

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